Pressemitteilung · BSW Kreisverband Herne

KONTEXT Pressedienst Kreisverband Herne Nummer 44

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KONTEXT P r e s s e d i e n s t Kreisverband Herne Nr. 44/ 04.11.2026 Die leise Armut in Herne: Grundsicherungsquote im Alter steigt merklich In Nordrhein-Westfalen erhielten Ende 2025 insgesamt 201.940 Menschen im Rentenalter (5,4 Prozent) Grundsicherung im Alter. Bundesweit waren es 764.065 Menschen (4,3 Prozent). Herne lag mit einer Quote von 6,3 Prozent deutlich über beiden Vergleichswerten. Ein Leben lang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt – und im Alter reicht das Geld trotzdem nicht. In Herne bezogen laut IT.NRW 1 Ende 2025 6,3 Prozent der Menschen im Rentenalter Grundsicherung. 2015 waren es noch 3,9 Prozent. Damit ist die Quote innerhalb von zehn Jahren um 2,4 Prozentpunkte gestiegen. Auch zuletzt setzte sich der Anstieg fort: von 5,7 Prozent Ende 2023 über 6,1 Prozent Ende 2024 auf 6,3 Prozent Ende 2025. Deutlich über dem Durchschnitt – dahinter stehen Menschen Herne liegt damit deutlich über dem NRW-Durchschnitt von 5,4 Prozent und dem Bundesdurchschnitt von 4,3 Prozent. Hinter diesen Zahlen stehen Menschen, die beim Einkauf rechnen, am Heizen sparen und auf gesellschaftliche Teilhabe verzichten müssen. Gleichzeitig erfasst die Statistik ausschließlich diejenigen, die tatsächlich Leistungen erhalten. Wie viele ältere Menschen in Herne ihren Anspruch aus Scham oder Unkenntnis nicht geltend machen, ist nicht bekannt. Darauf weist IT.NRW ausdrücklich hin. Verwaltung muss proaktiv informieren Die BSW-Ratsgruppe Herne fordert deshalb: Die Stadt muss ältere Menschen proaktiv über ihre Ansprüche informieren, wohnortnahe Beratung anbieten und bei der Antragstellung helfen. Ebenso notwendig sind mehr bezahlbare und barrierearme Wohnungen. Wer sein Leben lang seinen Beitrag geleistet hat, muss im Alter menschenwürdig leben können. Kein Almosen Grundsicherung ist kein Almosen, sondern ein gesetzlicher Anspruch. Wer die maßgebliche Altersgrenze erreicht hat und seinen Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen sichern kann, sollte sich beim Fachbereich Soziales der Stadt Herne beraten lassen. Dort kann die Leistung beantragt werden. Norbert Arndt Stadtverordneter 1 IT.NRW, Pressemitteilung 310/26 vom 02.11.2026 und zugehörige Anhangtabelle. Relative Veränderung der Quote: eigene Berechnung aus den veröffentlichten, gerundeten Werten (6,3 ÷ 3,9 − 1). BSW-Kreisverband Herne – Bürgertreff – Hermann-Löns-Str.65 – 44623 Herne – 02323/9 17 75 18 c/o kontakt@bsw-herne.de – Mobil 0171 5 23 40 68 – Web: bsw-herne.de